Buttersäure – Zusammensetzung, Einsatzgebiete und Wirkung

Den Namen Buttersäure ist wohl jedem irgendwie geläufig. Meist weiß aber niemand was das eigentlich genau sein soll. Daher soll hier ein kurzer Abriss zu dem Thema gegeben werden.
Buttersäure ist der umgangssprachliche Begriff für Butansäure. Bekannt ist sie durch ihren eigentümlichen Geruch nach Erbrochenem oder, was Namengebend ist, nach ranziger Butter.

Zusammensetzung

Bei Zimmertemperatur ist die Butansäure eine farblose Flüssigkeit. Buttersäure gehört zu den einfachsten Fettsäuren gehört. Die Summenformel ist C4H8O2. Hier zeigt sich dann auch schon die Zusammensetzung der Säure. Das sind vier mal Kohlenstoff, acht Teile Wasserstoff, sowie den molekularen Sauerstoff. Die zur Butansäure gehörenden Salze und Ester heißen Butyrate. Diese bestehen aus Butyrat-Anionen und Kationen, bekannte Beispiele sind Natrium- oder Magnesiumbutyrat. Geruchlich unterscheiden sich die Salze bei Feuchtigkeit nicht von der Butansäure. Durch Zugeben einer stärkeren Säure zu den Butyraten entsteht wiederrum Butansäure.

Wirkung

Gerade die menschliche Verdauung nutzt die Butansäure. Bei der Verarbeitung von präbiotischen Kohlenhydraten durch Darmbakterien entsteht sie und sorgt somit für einen sauren pH-Wert im Darm. Dies ist gerade für Krankheitserreger, wie zum Beispiel Salmonellen, ein lebensfeindlichen Millieu. Auch scheint es, dass durch die Butansäure die Darmbewegung angeregt wird. Der Geruch wird von Menschen als ein Zeichen von Fäulnis, also als negativ, empfunden. Die Säure wirkt reizend für Augen und Atemwege und kann sogar zu Ohnmacht führen. Sie wird als ätzend klassifiziert.

Einsatzgebiete

Für Tiere ist der Geruch der Fäulnis teilweise anders zu bewerten. Während Menschen den Geruch als negativ empfinden, nehmen Stubenfliegen diesen als positiv wahr. Zecken zum Beispiel nutzen diesen, um ihren Wirt zu orten. Genutzt wird die Butansäure neben der natürlichen Verwendung zur Herstellung von Buttersäureestern oder für Cellulosebutyrat. Dieser Stoff ist ein sehr witterungsbeständiger und schlagfester Kunststoff. Gibt man der Säure Ethanol hinzu, entsteht Buttersäureethylester. Dieses riecht angenehm nach Ananas und wird bei der Herstellung von Parfums oder Likören verwendet. Durch die Eigenschaft, dass sie bittere Geschmacksnoten unterdrückt, findet man sie auch oftmals in Medikamenten. Auch Schädlingsbekämpfungsmittel werden aus der Butansäure hergestellt.

Vertreibung von Plagegeistern aus dem Garten

Für manche Tiere wie beispielsweise den Maulwurf oder die Wühlmaus wirkt Buttersäure aber ähnlich unangenehm wie auf den Menschen. Daher wird Buttersäure auch bei der Maulwurfbekämpfung eingesetzt.

Bezugsquellen

Die Buttersäure zu kaufen gestaltet sich weithin als schwierig. Normalerweise findet man diesen Stoff nicht in der Apotheke. In Schulen wird sie oftmals für den Chemieunterricht verwendet, sodass sie hier vorrätig ist. In Zeiten von eBay oder ähnlichen Plattformen ist es aber mittlerweile einfach geworden Buttersäure zu bestellen. Angeboten als Beigabe zu Parfums ist hier der Versand aus dem Ausland eine Grauzone. Um Buttersäure zu kaufen muss man also nicht allzu lange suchen und kann die Buttersäure selbst bestellen.